Vereinte Nationen

Deutsche Soldaten wurden auf Befehl und Geheiß der Deutschen Bundesregierung ebenfalls auf dem afrikanischen Kontinent eingesetzt. Dort, genauer im Kongo, tobt seit Jahren ein erbitterter Krieg verfeindeter Gruppen, sie nennen sich zum Beispiel Tutsi, Huti, Ledu oder auch Hema, und sind von Nicht-Afrikanern nicht zu unterscheiden.
Bereits seit 1999 befinden sich im Auftrag der Vereinten Nationen, der UN, Soldaten am Rande oder mitten im Dschungel, in riesigen Zelten campieren sie dort. Niemand von ihnen spricht die Sprachen Lingala oder Kisuaheli, sie sollen aber im UN-Auftrag die verfeindeten Gruppen auseinanderhalten, Zivilisten schützen und die Milizen entwaffnen.
Da die Soldaten jedoch nicht in der Lage sind die ihnen übertragenen Aufgaben zu erfüllen, bleiben sie zumeist entweder in ihren Zelten oder fahren mit ihren Panzerwagen Patroullie. Bei der kongolesischen Bevölkerung sind die mehr als 16000 Blauhelm-Soldaten aus diesem Grund schon seit Jahren als Feiglinge verschrien.
Mehr noch, eine Reihe handfester Skandale haben den Kongo in einer Weise erschüttert und dazu geführt, dass man UN-Soldaten nicht einmal mehr nur Feiglinge schimpft, sondern auch als Touristen und Ausbeuter bezeichnet.
Tatenlos sehen die Blauhelm-Soldaten regelmässig zu, wenn Zivilisten und sogar ganze Dörfer überfallen werden. Einmal wurden dabei sogar ein gutes dutzend Menschen bei lebendigem Leibe verbrannt, direkt vor den Augen der nur zweihundert Meter entfernt stationierten UN-Truppen.
Diese schritten da genauso wenig ein, wie bei allen anderen Übergriffen der verschiedenen Banden im Kongo, sogar wenn strategische wichtige Städte erobert werden schauen diese nur zu.
In einem Fall zogen die Soldaten sogar ab, als Tutsi Rebellen in einen Ort einmarschierten, obwohl sie ausdrücklich die Erlaubnis dazu hatten, die Dorfbewohner notfalls auch mit Gewalt vor Übergriffen zu schützen.
In der Folge wurde dann in dem Ort zahlreiche Menschen getötet und fast eintausend Frauen und Kinder vergewaltigt. Als das Grauen dann nach einer guten Woche vorbei war, da die Miliz-Bande den Ort wieder verliess, und daraufhin im gesamten Land Menschen gegen die UN und ihre Soldaten protestierten, wurden einige der Protestierenden sogar noch von den UN-Soldaten erschossen.
Vor einigen Jahren wurde sogar von Seiten der UN selbst ermittelt, dass ihre eigenen Blauhelmsoldaten kongolesische Mädchen zur Prostitution gezwungen haben. Die UN-Ermittler kamen in ihrem offiziellen Bericht zu dem Schluss, dass die sexuelle Ausbeutung Minderjähriger durch Blauhelm-Truppen im Kongo weit verbreitet ist, und dass anscheinend alle größeren UN-Einheiten daran beteiligt waren.
Die kongolesischen Mädchen waren oft nur 12 oder 13 Jahre alt und erhielten ein Dollar, oder zwei am Tag, oder einige Eier, Brot oder etwas Marmelade. Ganz besonders schändlich und geradezu pervers an dem Verhalten der UN-Blauhelme - die Opfer waren oft genau die Kinder, zumeist Waisen, die bereits vorher schon von kongolesischen Milizionären vergewaltigt wurden.
Damit jedoch noch nicht genug. Seit kurzem ist bekannt, das UN-Soldaten aus Pakistan große Mengen Gold aus dem Ostkongo geschmuggelt haben, im Wert von einigen Millionen US-Dollar. Erhalten genau von den Verbrecherbanden, die sie eigentlich hätten entwaffnen sollen.
Als Gegenleistung, so ermittelte es auch diesmal wieder die UN selbst, bekamen die Rebellen Waffen, Munition und Lebensmittel, sowie Hinweise darüber wann und wo UN-Truppen die jeweils nächsten Militäraktionen gegen sie planten.
Die UN-Soldaten, die sich dieser unglaublichen Verbrechen schuldig gemacht haben, sind wieder zuhause. Sie haben ihren Dienst beendet, eine Strafverfolgung seitens der Vereinten Nationen ist nicht möglich, auch weil die pakistanische Regierung hier ihre Mithilfe verweigert.
Dies alles ist eine Tatsachenbeschreibung unserer Welt im Jahre 2007. Einer Welt, in der die Deutsche Bundesregierung mit den Ereignissen im Kongo einmal mehr einen Grund dafür hätte, deutsche Soldaten eben nicht zu Kriegseinsätzen ins Ausland zu schicken.
Kriegseinsätze im Ausland, die dann in der weiteren Folge wiederum als Bumerang auf deutsche Bürger zurückkommen können, wie man dies im Fall der ermordenten deutschen Geisel in Afghanistan gerade jetzt in erschreckender Weise sehen konnte.
Das Tagesgeschehen - kommentiert von Valentin Moser